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Newsartikel

Die KESB - Initiative ist unfair und schädlich

Kürz­lich wurde die Volks­in­itia­tive „Eigen­stän­di­ges Han­deln in Fami­lien und Unter­neh­men (Kindes- und Erwachsenenschutz-Initiative)“ lan­ciert. Die Initi­an­ten spie­len unbe­frie­di­gende Ein­zel­fälle hoch.

Aller­dings tru­gen poli­ti­sche Organe wesent­lich dazu bei, dass in der Kindes- und Erwach­se­nen­schutz­be­hörde KESB nicht  alles opti­mal lief. Als Kan­tons­rä­tin erlebte ich, wie der Grosse Rat beim Start der KESB die von der Regie­rung berech­nete Anzahl Stel­len aus Spar­grün­den kürzte. Das führte zur Über­las­tung der KESB gleich zu Beginn. Man­che KESB-Mitarbeitende kün­dig­ten des­halb nach 2-3 Jah­ren, sodass bereits wie­der neue Fach­leute ein­ge­ar­bei­tet wer­den muss­ten. Die Spar­übung war defi­ni­tiv kon­tra­pro­duk­tiv.

Die KESB muss Kin­der und unzu­rech­nungs­fä­hige Men­schen vor Ver­wahr­lo­sung, Gewalt, krank­haf­tem oder kri­mi­nel­lem Ver­hal­ten in Fami­lie oder Heim schüt­zen. Das ist eine anspruchs­volle, oft belas­tende Auf­gabe, die unsere Wert­schät­zung ver­dient. Die KESB-Initiative prä­sen­tiert mit dem Pri­mat der Fami­lie eine Lösung, die der Rea­li­tät nicht gerecht wird. Sie blen­det das segens­rei­che Wir­ken der KESB aus und zielt nur auf nega­tive Ein­zel­fälle. „Wer von euch ohne Feh­ler ist, werfe den ers­ten Stein“, sagte Jesus. Damals hat Nie­mand einen Stein gewor­fen.

Ich emp­fehle Ihnen, die Initia­tive nicht zu unter­schrei­ben!

Regula Streck­ei­sen, Prä­si­den­tin EVP Romanshorn-Salmsach