EVP-Wanderung zum Thema Atomares Endlager

Die EVP Bezirk Frau­en­feld lud zu einer klei­nen Wan­de­rung nach Schlatt TG ein. Phil­ipp Birk­häu­ser von der Nagra lie­ferte Infor­ma­tio­nen zum mög­li­chen Stand­ort des Atom­end­la­gers.

Ziel war der Aus­sichts­turm auf der Wil­dens­bu­cher Hoch­wacht. Da herab lies­sen sich nicht nur die drei neuen Wind­rä­der bestau­nen, die auf dem Reiat beim Dorf Wiechs D, nur einen Kilo­me­ter von der Schwei­zer Grenze ent­fernt, 200 Meter hoch in den Him­mel ragen. Vom Turm aus erklärte der Fach­mann mit Blick auf das Zür­cher Wein­land, warum gerade um Martha­len das Gebiet beson­ders geeig­net ist für ein Ato­ma­res End­la­ger. Anhand anschau­lich gestal­te­ten Pla­ka­ten erhiel­ten die Zuhö­rer einen umfas­sen­den Ein­blick in die Pläne der Nagra und inter­es­sante Infor­ma­tio­nen: Hier liegt ein grös­se­res Paket Opa­li­nus­ton unge­stört in der gewünsch­ten Tiefe von 500 bis 700 m. Die­ses quell­fä­hige Gestein wird bevor­zugt, das es sich bei all­fäl­li­gem Was­ser­ein­tritt sel­ber abdich­tet. Eine geo­lo­gi­sche Stö­rung liegt unter dem Chol­first und begrenzt so das Areal gegen Osten sprich dem Thur­gau hin. Zwei Bohr­stel­len zur wei­te­ren Erkun­dung des Unter­grun­des im Jahr 2019 sind direkt an der Thur­gauer Grenze geplant. Die Gemeinde Schlatt selbst ist in der Regio­nal­kon­fe­renz durch deren Gemein­de­prä­si­den­tin ver­tre­ten und erhält so Mit­spra­che­recht.

Mit einer fei­nen Wurst gestärkt tra­ten die inter­es­sier­ten Zuhö­rer den Heim­weg an.


Der nächste EVP-Anlass ist die Betriebs­be­sich­ti­gung der Verglasungs-Firma Sky-Frame in Frau­en­feld am Mitt­woch, 27. Sep­tem­ber,  15.00 – ca. 16.30 Uhr. Eine Anmel­dung ist nötig bis spä­tes­tens Ende August bei Mar­tin Aeber­sold.